Heimatverein ratzenried

Der Bahnhof Ratzenried wird restauriert

Eine Gemeinschaftsaktion der Heimatvereine Deuchelried und Ratzenried, des Altstadt- und Museumsvereins Wangen sowie der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im württembergischen Allgäu

 

Am Tag des offenen Denkmals zeigen wir das bislang Geleistete

Mit vereinten Kräften geht die Restaurierung des Gemeinschaftsobjektes weiter:
Nach dem beherzten Auslichten rund um das Gebäude ist der Baufortschritt nun auch von Weitem sichtbar. Das EG hat in Anlehnung an den Altbestand einen Feinputz erhalten. Damit sind die Gipserarbeiten abgeschlossen. Inzwischen stehen die Malerarbeiten auf dem Programm: Christa Huber vom Altstadt- und Museumsverein und Hermann Hofer (unterm Giebel) vom Deuchelrieder Heimatverein sind schon fleissig dabei, dem Bahnhöfchen wieder eine Farbe zu geben.

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Zum Ende dieses Jahres soll die Fassade dieses Jugendstil-Bahnhofs wieder im alten Glanze erstrahlen. Dazu wurden zu Jahresanfang zunächst schadhafte Schindeln entfernt und durch neue ersetzt. Der Reichsbahn ging es um 1880 nicht nur darum, ein funktionsfähiges Gebäude zu erstellen; der Ratzenrieder Bahnhof sollte auch Stil haben. So wurde zum Beispiel der Schindelanschlag durch ein rund um das Gebäude verlaufendes Band von Zierschindeln unterbrochen. Daneben gibt es noch eine Reihe von weiteren Stilelementen (s.u.), die den besonderen Charme des Gebäudes ausmachen.

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Über Fremdvergabe sind neue schalldichte Fenster und Türen eingebaut worden. Um Kosten zu sparen, werden die Arbeiten so weit wie möglich ehrenamtlich ausgeführt. Unermüdlich ist Hermann Hofer (unten links) im Einsatz. Mit großem Geschick und enormem Fleiß bringt er sich mehr als vorbildlich in dieses Gemeinschaftsprojekt ein. Daneben sind je nach Fähigkeiten und verfügbarer Zeit zahlreiche Helfer aus den beteiligten Vereinen im Einsatz, wie z. B. Eugen Marschall, der rund ums Haus für Ordnung sorgt, oder Harald Drescher beim Grundieren.

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Mittlerweile sind die Gipserarbeiten abgeschlossen. Im Gebäudeinnern wurde bereits die neue Kellertreppe betoniert. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird Hubert Jörg noch sicherlich oft mit seinem Gespann zwischen Wohnhaus und Bahnhof pendeln müssen........

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Für die weiteren Arbeiten sind nach wie vor fleißige Hände gesucht. Freiwillige Helfer bitte melden. Ein Anruf genügt: 07522-985893 (Jörg) oder 07522-5282 (Knöpfler)

Die vier Vereine legen sich für den Erhalt des Bahnhofs Ratzenried in's Zeug. Auf der Leiter (von oben nach unten): Hermann Hofer, Hubert Jörg, Hans Knöpfler, Andreas Reutlinger.
Unten links: OB Michael Lang, Dr. Manfred Thierer und Helmut Hausen, als Architekt und Bauleiter.

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Am 20. November 2007 fuhr ein LKW in dieses Gebäude. Es wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Mit tatkräftiger Unterstützung von Aktiven aus den Heimatvereinen Deuchelried, Ratzenried und der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im wttbg. Allgäu sind die größten Wunden geheilt. Die Außenhaut des Gebäudes ist wieder geschlossen, die Gesimssteine über dem EG sind mit maschineller Unterstützung duch Fa. Kappler eingebaut worden. Verglichen mit dem Zustand bis August des vergangenen Jahres (Bild links) hat sich das Erscheinungsbild des Ratzenrieder Bahnhofs bis Ende 2009 markant verbessert. Aus dem "Schandfleck" wird unter der bewährten Regie des ehrenamtlich tätigen Architkten Helmut Hausen nun zusehends wieder ein Schmuckstück!

Im Jahre 1880 wurde die Bahnlinie von Kisslegg nach Wangen eingeweiht. Aus dieser Zeit stammt auch der Bahnhof Ratzenried, für die damalige Zeit sicherlich ein Standardbauwerk, aus heutiger Sicht ein beim genauen Betrachten architektonisches Kleinod. Bis auf die Fenster wurde über all die Jahre nie ein Eingriff in die Fassade vorgenommen. Damit gehört dieser Bahnhof zu den wenigen, die ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute bewahrt haben.
Die Stadt Wangen als Eigentümerin dachte zunächst an einen Abbruch. In der Sitzung vom 15. Dezember 2008 stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit dem Anliegen der o.a. Vereine zu, den Bahnhof in deren Trägerschaft mit (zunächst) der Versicherungsleistung in Höhe von 101.150 Euro wieder bewohnbar zu machen.

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Übrigens: Folg. Link führt Sie auf die interessanten Hochbaupläne des Bahnhofgebäudes und seiner diversen Nebengebäude ab 1880.

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=21279&sprungId=2201287&letztesLimit=suchen

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